Paoskenstaken am Ostersonntag in Ochtrup, Kreis Steinfurt, Münsterland / Nordrhein-Westfalen
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Osterbräuche

Osterräderlauf in
der Osterräderstadt Lügde am
1. Osterabend

Jedes Jahr am ersten Sonntag nach dem ersten Früh1ingsvollmond lädt man in Luegde, bei Bad Pyrmont, im Weserbergland, dem überlieferten Brauch der Väter folgend, am ersten Ostertag bei Einbruch der Dunkelheit, etwa gegen 21 Uhr, sechs brennende Räder vom Osterberg ins Tal der Emmer rollen. weiter

Der Osterhase ist heute als österlicher Eierbringer bekannt. Erste Belege für den Osterhasen aus dem Jahre 1678 sind von Georg Franck. weiter

Ostereier sind die zum Osterfest verschenkten bunten und aus verschiedenen Materialien hergestellten Eier. weiter

Zum christlichen Osterfest gehört auch das Osterlamm. Entstanden ist das Osterlamm aus dem Ritual der Juden zum Passahfest ein Lamm zu schlachten und zu verspeisen. weiter

Paoskenstaken am Ostersonntag in Ochtrup, Kreis Steinfurt, Münsterland / Nordrhein-Westfalen

Zurück zur Seite 2 – So erschien in der örtlichen Presse zum Paoskenstaken Ostern 1928 eine heftige Kritik. Es wurde erwähnt, daß im Prinzip der Ablauf des Festes viel Freude bereite, es aber nicht schön sei, wenn der Erlös der Sammlung und Versteigerung des Paoskenstakens in Schnaps umgesetzt würde. Das sei der hohen Festtage unwürdig.

Viele Bewohner fühlten sich verletzt, wenn als Folge des reichlichen Alkoholgenusses junge Leute sich bis in die Nacht hinein johlend auf den Straßen bewegten und den Bürgern der abendliche Oster-Rundgang über den Berg durch Belästigungen verleidet würde. Vom Wasserturm aus (er steht heute nicht mehr) konnte man einen weiten Blick in die nächtliche münsterländische Tiefebene werfen mit kaum zu zählenden Osterfeuern  

Wille zur Änderung

Es erfolgte der Aufruf, die "Sitten verfeinernd hier einzugreifen". So könne z. B. der Erlös des Paoskenstakens einem guten Zweck dienstbar gemacht werden. Der Mut zur Korrektur war immer vorhanden. An Bestehendem wurde festgehalten, aber auch über die Fehler von gestern nachgedacht. Mit dem Paoskenstaken bewahren zur Zeit in Ochtrop die Ortsteile Horst und Dränke ein Stück unverfälschter alter Tradition.

Damit war aber das alte Zeremoniell keineswegs beendet. Die Versteigerung begann, geleitet vom Altgesellen (Judas). Er schritt die Telge einige Male ab, pries wortgewaltig ihre Qualität und Verwendungsmöglichkeiten, berechnete die Festmeter und stellte zum Beispiel Überlegungen an, wieviel Möbelstücke, Sticken (Streichhölzer) usw. der Stamm wohl hergeben würde. Der meistbietende Wirt erhielt den Zuschlag.

Nach dieser Auktion ordnete sich die Gesellschaft und zog unter Glockengeläute dreimal um die Kirche. Dabei wurden wieder altbekannte Osterlieder gesungen. Dann ging es zum Pastorat, um einen Teil des gesammelten Geldes dem Pfarrer für Totenmessen, aber auch für andere caritative Zwecke, zu überreichen. Das war der Ausklang der offiziellen Spiele.

Alles andere Geld wurde bei einem feucht-fröhlichen Abschluß in der Schankwirtschaft des Paoskenstaken-Ersteigerers verzehrt. weiter zur Seite 4

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